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La Pietà. Michelangelo

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Es ist ja gar nicht so einfach, in Rom durch die Straßen zu spazieren und seinem Denken nachzugehen, weil man an jeder Straßenecke auf irgendeinen, von Angestellten der Handwerksbetriebe Buonarroti oder Bernini zusammengehämmerten Marmorklotz trifft, den man, selbst wenn man zum 50. mal dran vorbeikommt, einfach nicht ignorieren kann. Kann auch auf die Nerven gehen, diese Allgegenwart von wichtigem Marmor. Mir jedenfalls.

Anders geht es mir mit der Pietà von Michelangelo, die ich mir schon ziemlich oft freiwillig angesehen und mich dafür sogar auf weite Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln begeben habe. In Büchern und Bildbänden bin ich ihr, nach einem ersten Mal in einem Time-Life-Band in meiner frühesten Kindheit, immer wieder begegnet. Als ich dann nach dieser langen Vorgeschichte vor Jahren, zum ersten mal in Rom, im Petersdom davor stand, war ich ziemlich ergriffen, also richtig ergriffen, konnte mich kaum wieder beruhigen. Später immer wieder mal da vorbei gegangen und jedesmal, wenn ich durch dieses Domtor gegangen bin und mich der Hochsicherheits-Glasvitrine nur genähert habe, ging das schon auf dem Weg dahin wieder los. Vor Kurzem wollte ich mal ein Blog-Post über diese Ergriffenheit schreiben. Das habe ich dann aber lieber gelassen.

Schön ist sie, oder? Steht sicher bald zum Verkauf.

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Foto: Wikipedia


Tags: Italien