Um mich bei meiner Twitterfreundin @Jeky dafür zu bedanken, dass sie sich die Mühe gegeben hat, mir die erste Staffel der amerikanischen Fernsehserie “Californication” zu brennen und nach Rom zu senden, bin ich abends nach dem dritten Glas auf die Idee gekommen, ihr übers Internet Blumen zu schicken. Habe ich vorher noch nie gemacht, war aber ziemlich einfach; nach einem Online-Blumenversand muss man nicht lange suchen. Fleurop kannte ich noch aus Kinderzeiten, aus einer Fernsehwerbung mit einer Oma, die sehr weit weg wohnt und sich sehr freut. Strauß aussuchen, Adresse angeben. Mastercard und ab damit: Nach Wiesbaden.
Am nächsten Morgen bei Twitter:
Sie: “Komme gerade am Hamburger Hauptbahnhof an.”
Ich: “Oh, das ist ja schön, dass Du in Hamburg bist. Ich habe gerade Blumen nach Wiesbaden geschickt.”
Wie wunderbar die Dinge aneinander vorbeilaufen können. Am Ende ist aber alles glatt gegangen. Der Hamburgaufenthalt war nur ein kurzer und der Blumenhändler hat am Montag darauf einen neuen, frischen Strauß rausgerückt. Prost Fleurop! Prost Jeky!
Es ist ja gar nicht so einfach, in Rom durch die Straßen zu spazieren und seinem Denken nachzugehen, weil man an jeder Straßenecke auf irgendeinen, von Angestellten der Handwerksbetriebe Buonarroti oder Bernini zusammengehämmerten Marmorklotz trifft, den man, selbst wenn man zum 50. mal dran vorbeikommt, einfach nicht ignorieren kann. Kann auch auf die Nerven gehen, diese Allgegenwart von wichtigem Marmor. Mir jedenfalls.
Anders geht es mir mit der Pietà von Michelangelo, die ich mir schon ziemlich oft freiwillig angesehen und mich dafür sogar auf weite Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln begeben habe. In Büchern und Bildbänden bin ich ihr, nach einem ersten Mal in einem Time-Life-Band in meiner frühesten Kindheit, immer wieder begegnet. Als ich dann nach dieser langen Vorgeschichte vor Jahren, zum ersten mal in Rom, im Petersdom davor stand, war ich ziemlich ergriffen, also richtig ergriffen, konnte mich kaum wieder beruhigen. Später immer wieder mal da vorbei gegangen und jedesmal, wenn ich durch dieses Domtor gegangen bin und mich der Hochsicherheits-Glasvitrine nur genähert habe, ging das schon auf dem Weg dahin wieder los. Vor Kurzem wollte ich mal ein Blog-Post über diese Ergriffenheit schreiben. Das habe ich dann aber lieber gelassen.
Nach dem überaus einträglichen Kino.to-Event spiele ich mit dem Gedanken, mir einen Zweitwagen anzuschaffen. Ich denke an irgendwas kleines, flaches, eins von diesen Dingern, in denen man so schlecht Holz transportieren kann, schwarz oder silber natürlich, Cabrio natürlich, neu natürlich; so ein richtig dämliches Ding, in das sich normalerweise nur absolute Pappnasen reinsetzen.
Ich habe anfangs ja wirklich nicht glauben wollen, dass es so einfach ist, im Internet reich zu werden – und vor allem, dass es so schnell geht! Natürlich schafft das nicht jede absolute Pappnase, aber ich kenne so einige absolute Pappnasen, die es spielend geschafft haben.
So eine Blogstöckchen-Allergie ist eine schöne Scheiße. Wer mal eine am Hals gehabt hat, weiß wovon ich rede. Blogstöckchen-Allergiker sind oft isoliert, gelten als arrogant und überheblich und schaffen es in den wenigsten Fällen, sich aus eigener Kraft aus ihrer Isolation zu befreien.
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Morgens (okay, oder auch mittags) nach dem Aufstehen 10 – 20 Tropfen in Wasser lösen oder mit einem Teelöffel Zucker einnehmen oder einfach auf das Nutellabrötchen träufeln und bereits nach einer Woche sollten die Symptome soweit zurückgegangen sein, dass Sie es mal versuchen können – zum Beispiel hier!
Vor genau 1 Monat habe ich einen Artikel über die holländische Filesharing-Community kino.to geschrieben. Seit 3 Tagen ist auf meinem kleinen Blog hier plötzlich die Hölle los: Täglich an die 5.000 Besucher, die per Suchanfrage “kino.to” hier landen.