Ich hab ja ein Faible für die Songwriter.
Groove ist eine Sache. Gutes Songwriting eine andere. Songwriter sind Leute, die Lieder schreiben, die unabhängig von ihrer eigenen Interpretation, ihre Qualität behalten, egal, ob sie auf dem Kamm geblasen, oder von einem Kinderchor gesungen werden. Einer, der sowas kann, wie kaum ein anderer, ist Roddy Frame.
Auf unermüdliche Empfehlungen von Elvis Costello habe ich mir irgendwann Mitte/Ende der 80er Jahre die schottische Band Aztek Camera im Hamburger Docks angesehen. Was die netten Jungs da auf der Bühne verstaltet haben, war so perfekt, so rund, so glatt, dass ich nach dem 4. oder 5. Song in die Bar nebenan gegangen bin. Von der englischen Musikpresse schon als 17-Jähriger zum Wunderkind gemacht, landete Roddy Frame ziemlich schnell bei einem Major-Label mit Mark Knopfler als Produzent, der aus seinen Songs irgendwas gemacht hat, das genauso unbefriedigend war, wie das frühe Konzert im Docks.
Seit einiger Zeit ist er alleine unterwegs und spielt sein Zeug so, wie man so ein Zeug eben spielen muss:





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