
Ich fliege nicht gerne, bin immer sehr gerne Auto gefahren, daher nie aus Europa raus gekommen, habe mich aber – manchmal monatelang on the road von Bar zu Bar – in wahrscheinlich jedem mediterranen Kuhdorf zwischen Lissabon und Athen mal blicken lassen. In Hamburg habe ich ein paar Jahre lang ein Taxi durch die Gegend kutschiert, Heimatposten Reeperbahn-Stein.
In Deutschland kann man ja beim Autofahren in der Stadt die Zeitung lesen und Gedichte schreiben. In Italien, insbesondere in Rom und Neapel, ist das anders und langsam vergeht mir die Lust. Da ist … Weiter im Italien-Blog





2 responses so far ↓
1 Italien-Urlauber
Ich war 2 Wochen im Urlaub mit einem Mietwagen in Italien unterwegs… Am Ende habe ich die Frage nach einer zusätzlichen Versicherung des Wagens bei Übergabe durch den Vermieter verstanden: In Italien wird eher nach persönlichen Vorlieben gefahren, als nach irgendwelchen Straßenverkehrsordnungen. D.h. auf der Autobahn fährt man gerne mal auf zwei Spuren, vor Baustellen mit nur einer Spur wird bis zum letzten Meter darum gekämpft, wer als erstes auf die einspurige Bahn fahren darf…
Autofahren in der Stadt verlangt wirklich 100% Aufmerksamkeit. Wer dann keinen Navi hat, sondern sich noch mit echten Karten durchschlagen muss, hat eigentlich keine Chance. Am schlimmsten sind tatsächlich die Vespas, die sich überall durschlängeln und noch dazwischen quetschen, sich am Auto festhalten wenn sie dann doch mal warten müssen…
Ich dachte nach Berlin (mit querschiessenden Fahrrädern) kann es kaum schlimmer sein, aber Autofahren in Italien ist nochmal heftiger….
Zu Fußgängern: Als ich unterwegs war, habe ich gelernt dass man einfach auf die Straße treten muss, ungeachtet ob da ein Zebrastreifen oder eine Autolawine anrollt. Man darf nur nicht den Fehler machen und im letzten Moment vor Angst wieder zurückweichen! Wenn Du über die Straße willst, dann geh! Und zwar nur nach vorne. Daran erkennt man übrigens auch ganz gut Touristen, die sich nicht trauen und dann wieder zurücklaufen
Richtig und wichtig ist: Behalte trotzdem immer die LKWs im Auge, denn die fahren, wie beschrieben, trotzdem, weil sie halt ein 30-Tonner sind. Und da muss man auch nicht für Fußgänger bremsen…
Ich musste mir wieder zurück in Deutschland den Italien-Fahrstil (obwohl ich dann immer sehr schnell am Ziel war) wieder abgewöhnen…
2 Ralf
Ich war kürzlich in Neapel und mein Onkel holte uns vom Flughafen ab. Als erstes machten wir ein kleine Spritzfahrt. An einer Ampel steht ein Rentner, fuchtelt mit den Händen und schreit:” E verde, e verde”.
Weiter geht’s, Lungomare. Wir sind mit etwa 70 km /h unterwegs und auf gleicher Höhe fährt ein Kleinwagen mit einer Frau am Steuer. Auf Ihrem Schoss sitzt ein Kleinkind, dass wacker beim Steuern hilft. Als wäre das noch nicht genug, fängt sie noch an zu telefonieren.
Wenn jetzt ein Unfall passieren würde, so würden die Verletzten in einen PKW getragen, jemand würde ein Taschentuch aus dem Fenster halten und man würde mit Vollgas ins Spital fahren. So geht das in Bella Napoli.
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